Zwischen dem Träger der praktischen Ausbildung und dem Auszubildenden wird ein Ausbildungsvertag geschlossen. § 16 Pflegeberufsgesetz enthält Regelungen zum Abschluss und zum Mindestinhalt des Ausbildungsvertrages. Diese entsprechen vergleichbaren Regelungen in anderen Heilberufsgesetzen.

§ 16 Absatz 2 Nummer 1 Pflegeberufsgesetz sieht unter anderem vor, auch den gewählten Vertiefungseinsatz bereits in den Ausbildungsvertrag aufzunehmen. Bis zum Beginn des Vertiefungseinsatzes kann dieser jedoch in beiderseitigem Einverständnis geändert werden. Dies ist in Absatz 5 ausdrücklich festgehalten.

Zustimmung der Pflegeschule

Die Pflegeschule trägt nach § 10 Pflegeberufsgesetz die Gesamtverantwortung für die Ausbildung. Sie muss deshalb entsprechend § 16 Absatz 6 PflBG dem Ausbildungsvertrag zustimmen, damit dieser wirksam werden kann.

Pflichten des Auszubildenden

Die Pflichten des Auszubildenden im Rahmen der Ausbildung sind in § 17 PflBG festgeschrieben.

Pflichten des Trägers der praktischen Ausbildung

§ 18 PflBG regelt die Pflichten des Trägers der praktischen Ausbildung.

Ausbildungsmittel kostenlos

Entsprechend § 18 Absatz 1 PflBG muss der Träger der praktischen Ausbildung durch eine angemessene und zweckmäßige Strukturierung der Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsplans die Erreichung des Ausbildungsziels in der vorgeschriebenen Ausbildungszeit sicherstellen und den Auszubildenden die erforderlichen Ausbildungsmittel kostenlos zur Verfügung zu stellen hat. Dazu zählen ausdrücklich auch die Ausbildungsmittel, die zum Ablegen der staatlichen Abschlussprüfung erforderlich sind.

Freistellungen für Prüfungen

Der Träger der praktischen Ausbildung muss den Auszubildenden für die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen der Pflegeschule und für die Teilnahme an Prüfungen freistellen. Die Freistellung beinhaltet auch eventuelle Reise- und Wegezeiten. Auch muss der Träger dem Ausbildungscharakter entsprechend auf die erforderlichen Lern- und Vorbereitungszeiten Rücksicht nehmen.

Auszubildender ist nicht nur Arbeitskraft

Durch die Schutzvorschrift in Absatz 2 wird zugunsten des Auszubildenden sichergestellt, dass diesem nur Verrichtungen übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen und deren Ausbildungsstand sowie deren physischen und psychischen Kräften entsprechen. Dadurch soll auch verhindert werden, dass die Auszubildenden lediglich als Arbeitskraft eingesetz wird.